12. Februar 2019 | Gesundheit

Sauna bei Erkältung – Gesundheitsfördernd oder eher schädlich?

Sauna bei Erkältung - Gesundheitsfördernd oder eher schädlich?Viele Menschen fragen sich, ob Sie bei einer Erkältung in die Sauna gehen können bzw. sollten. Lässt sich eine Erkältung in der Sauna einfach „ausschwitzen“?Kann man ihre Entstehung vielleicht sogar verhindern? Oder hat man nach dem Saunagang sogar noch mehr Probleme als vorher?

Diese Fragen beschäftigen zahlreiche Saunafreunde immer wieder. Was ist nun richtig und worauf solltest Du achten, wenn Du mit einer Erkältung in die Sauna gehen möchtest?

Wenn Du bereits eine Erkältung hast

Der Winter und das Frühjahr sind bekannt dafür, dass man sich mit Erkältungen herumschlagen muss. Schnupfen, Husten, Heiserkeit & Co sind Probleme, die jeder kennt. Dazu kommen oft auch noch Fieber, Kopfschmerzen sowie Gliederschmerzen hinzu.

Die meisten Ärzte sind sich beim Thema Sauna bei Erkältung einig: Mit einer starken Erkältung bzw. mit einem grippalen Infekt solltest Du auf keinen Fall in die Sauna gehen.

In der Sauna geht es vor allem darum, dass Du Dein Immunsystem trainierst. Genau dieses ist jedoch in Zeiten, in denen Du mit einer Erkältung zu kämpfen hast, bereits angeschlagen. Das Abwehrsystem benötigt die Energie daher für die Bekämpfung der Viren.

Das Saunieren kann einen zusätzlichen Stress durch den Wechsel von Kälte und Hitze darstellen. Dieser Wechsel kann außerdem das Herz-Kreislaufsystem stark belasten. Durch den Saunagang kann es also passieren, dass Du Deinen bereits angeschlagenen Körper noch weiter schwächst. Die Erkältung kann sich dadurch verschlimmern.

Wenn die Erkältung erst im Anmarsch ist

Die Nase beginnt langsam zu laufen. Das erste Kratzen im Hals ist spürbar. Wenn die Symptome einer Erkältung noch harmlos sind, dauert es meist nicht mehr lange, bis der Infekt richtig ausbricht. Die meisten Menschen fühlen sich zu dieser Zeit noch nicht wirklich krank, bemerken aber, dass etwas nicht stimmt. Ist dies der richtige Zeitpunkt, um in die Sauna zu gehen?

Darüber streiten sich die Mediziner. Bei ersten Symptomen wie einer trockenen Nase oder einem Kratzen im Hals kannst Du normalerweise weiterhin saunieren. Hast Du es jedoch bereits mit Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen und Fieber zu tun, solltest Du lieber auf den Saunagang verzichten. Dann solltest Du warten, bis sich Dein Körper wieder erholt hat. Obwohl das Schwitzen bei einer Erkältung zwar meist als gesund angesehen wird, ist sie in diesem Fall eine Belastung.

Wer also erst leichte Anzeichen einer Erkältung verspürt, kann noch in die Sauna gehen. Wer jedoch bereits richtig krank ist, sollte den Saunabesuch lieber verschieben. Zu empfehlen ist bei den ersten Anzeichen von Schnupfen und Co übrigens eine Dampfsauna, welche die Schleimhäute nicht austrocknet. Außerdem sollte man auf die kalte Dusche nach der Sauna lieber verzichten. Viel besser ist es, sich in solch einem Fall auszuruhen und abseits der Sauna abkühlen zu lassen.

Persönliches Empfinden ist wichtig

Natürlich kommt es auf den Einzelfall an, ob einem die Sauna bei einer Erkältung guttut oder eher schadet. Ein geübter Saunagänger wird dies wahrscheinlich viel besser einschätzen können, als ein Anfänger.

Außerdem gibt es unterschiedliche Meinungen, was die ersten Anzeichen einer Erkältung betrifft. Viele Menschen fühlen sich auch mit ein wenig Schnupfen noch fit und haben kein Problem mit einem Saunagang. Andere Menschen wiederum leiden schon bei leichten Halsschmerzen. Daher muss jeder selbst entscheiden, was ihm guttut und was nicht.

Was passiert beim Saunieren im Körper?

Damit Du das Risiko für den eigenen Körper jedoch besser einschätzen kannst, solltest Du wissen, was beim Saunieren eigentlich im Körper vorgeht.

In einer finnischen Sauna steigt die Temperatur der Haut um bis zu 10 Grad. Die Körpertemperatur steigt durchschnittlich um 1 bis 2 Grad. Ähnlich ist es übrigens auch bei Fieber. Der Körper versucht Wärme abzugeben. Das tut er, um die Körpertemperatur wieder zu senken. Das Herz pumpt dabei mehr Blut in die nun geweiteten Gefäße. Die Atemfrequenz nimmt zu.

Der Kältereiz, der anschließend erfolgt, soll nun die Gegenreaktion bringen. Die Gefäße ziehen sich wieder zusammen und das Blut kann verstärkt in das Körperinnere gelangen. Dort soll es die Wärme erhalten. Der Wechsel zwischen Hitze und Kälte trainiert den Kreislauf unseres Körpers.

Der Körper lernt nun sich an unterschiedliche Temperaturen, schneller und besser anzupassen. Die Muskeln entspannen sich in der Hitze und auch die Haut kann von einer besseren Durchblutung profitieren. Zudem öffnen sich die Poren und werden besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.

Fazit: Sauna bei Erkältung – Empfehlenswert oder nicht?

Auch wenn jeder Körper anders reagiert, solltest Du mit einer bereits vorhandenen Erkältung nicht in die Sauna gehen. Wenn Du nur erste Symptome verspürst und die wohltuende Wärme genießen möchtest, kannst Du Dich natürlich für einige Minuten ins Schwitzen begeben. Insbesondere dann, Wenn Du bereits Saunaerfahrungen sammeln konntest.

Wenn Du jedoch bereits einen echte Infekt hast, solltest Du lieber auf die Sauna verzichten. Du solltest Deinem Körper stattdessen die Chance geben, sich zuvor selbst zu regenerieren.

Ähnlich sieht es übriges beim Thema Sport und Erkältung aus. Übrigens, wusstest Du schon, dass Ingwer bei Erkältungen helfen kann?

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