14. Januar 2016 | Gesundheit, Lifestyle

Seitenstechen – Infos, Ursachen und Gegenmaßnahmen

Seitenstechen - Infos, Ursachen und Gegenmaßnahmen

Seitenstechen ist vor allem ein Problem von Ausdauersportlern. (Bildquelle: © underdogstudios – Fotolia.com)

Seitenstechen ist ein lästiges Phänomen, das so gut wie jeder Sportler kennt – auch wenn es hauptsächlich bei Ausdauersportlern auftritt.

Besonders anfällig für Seitenstiche sind dabei Menschen, die untrainiert sind oder gerade eine längere Trainingspause hinter sich haben.

Dennoch kann Seitenstechen grundsätzlich bei jedem auftreten – es kommt lediglich auf die Intensität der sportlichen Belastung an.

Im folgenden Artikel erfahrt Ihr, wieso wir beim Sport manchmal Seitenstiche bekommen, wie diese sich äußern und was man dagegen tun kann – kurzfristig und langfristig gesehen. 

Wie machen sich Seitenstiche bemerkbar?

Seitenstechen macht sich normalerweise an der Seite bzw. genauer gesagt unter der letzten Rippe bemerkbar. Die Schmerzen können dabei von leicht bis stark krampfartig variieren.

Welche Ursachen hat Seitenstechen?

Bis heute sind sich Wissenschaftler und Experten nicht ganz einig, welche Ursachen Seitenstiche überhaupt haben. Aktuell gibt es drei gängige Theorien, die die Schmerzen erklären könnten.

Theorie 1: Aufgrund der körperlichen Belastung wird der Körper besser durchblutet, um alle Muskeln und Organe ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen – das gilt auch für die Milz. Diese dehnt sich durch den vermehrten Blutfluss aus, was zu den bekannten Seitenstechen führen könnte.

Theorie 2: Eine weitere Theorie besagt, dass das Zwerchfell für die Seitenstiche verantwortlich sein soll. Dadurch, dass man sich beim Sport anstrengt, atmet man gleichzeitig deutlich tiefer und schneller ein und aus. Das führt zu einer Belastung des Zwerchfells, welches maßgeblich für die Atmung verantwortlich ist – und somit zu Schmerzen.

Theorie 3: Im Jahre 2010 veröffentlichten australische Wissenschaftler außerdem eine Studie, die zeigen sollte, dass Seitenstiche auf die Haltung beim Laufen zurückgeführt werden können. Wer besonders krumm läuft, der bekommt demnach mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Seitenstiche.

Veraltete Theorien: Früher ging man davon aus, dass das Seitenstechen deshalb auftritt, weil die Blutreserven der Leber und der Milz bei sportlicher Aktivität zu schnell geleert werden. Auch der Magen wurde zeitweise für Seitenstiche verantwortlich gemacht.

Was kann man gegen Seitenstiche tun?

Seitenstechen tritt im Normalfall nicht grundsätzlich bei sportlicher Aktivität auf, sondern nur dann, wenn man sich besonders anstrengt. Die einfache Lösung lautet deshalb, die Intensität des Sportprogramms zu senken. Diese Senkung kann insgesamt oder temporär erfolgen. Grundsätzlich sollte man beim Sport einfach auf seinen Körper hören und immer dann einen Gang herunterschalten, wenn es zu Schmerzen kommt.

Des Weiteren lassen die Seitenstiche auf Dauer nach, wenn man regelmäßig trainiert und somit fitter wird. Der Körper gewöhnt sich an die Belastung und wird stärker. Nun muss man deutlich intensiver trainieren, damit das Seitenstechen wieder auftritt. Diese Gegenmaßnahme unterstützt unserer Meinung nach übrigens die Theorie mit dem Zwerchfell bzw. die Theorie, dass die Haltung beim Laufen Schuld an den Seitenstichen ist. Wer fitter wird, der findet nämlich meist ganz automatisch eine gesündere Haltung.

Wenn das Seitenstechen zu heftig wird, hilft es oft, wenn man die entsprechende Stelle massiert. Auf diese Weise löst sich der Krampf und die Seitenstiche lassen nach.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, direkt nach dem Essen keinen Sport auszuüben. Wer gerade erst gegessen hat, der bekommt nämlich deutlich schneller Seitenstechen.

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