12. Mai 2016 | Gesundheit, Lifestyle

Ohrenschmalz entfernen: Das sind die effektivsten Methoden

Die besten Methoden zur Entfernung von Ohrenschmalz (Bildquelle: © stuartbur – Fotolia.com).

Obwohl Ohrenschmalz zum Selbstreinigungssystem des Körpers dazugehört und eigentlich eine Schutzmaßnahme darstellt, versuchen die meisten Menschen das Körpersekret so gut es geht aus dem Gehörgang zu entfernen. Der Grund: Ohrenschmalz gilt in unserer Gesellschaft – verständlicherweise – als äußerst unhygienisch.

Trotz des Daseins als Schutzfunktion kann die Entfernung durchaus Sinn machen – beispielsweise bei Überproduktion oder bei der Bildung eines Ohrenschmalzpfropfens, der das Hörvermögen im schlimmsten Fall massiv einschränken kann.

Von welchen Maßnahmen sollte man Abstand nehmen, welche sind hingegen empfehlenswert und weisen eine möglichst geringe Verletzungsgefahr auf?

Die sicherste Methode: Der HNO-Arzt

Der Besuch beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt ist zwar lästig und beansprucht mit allem drum und dran einige Stunden Zeit, dafür handelt es sich hierbei um die sicherste und gründlichste Methode zur Entfernung von Ohrenschmalz. Der HNO-Arzt weiß schließlich, was er tut.

Problematisch wird der Besuch beim HNO-Arzt allerdings dann, wenn man zu einer Überproduktion von Ohrenschmalz neigt und regelmäßige Reinigungen benötigt. Ist dies der Fall, möchte man die Ohrenreinigung verständlicherweise selbst übernehmen. Doch wie funktioniert das genau? Welche Methode weist die geringste Verletzungsgefahr auf?

Ohrenschmalz entfernen selbstgemacht

Wenn man das Ohrenschmalz auf eigene Faust entfernen möchte, dann hat man wortwörtlich die Qual der Wahl. Es gibt zahlreiche Methoden, die sich im Laufe der Zeit etabliert haben, mit denen man das Cerumen – so lautet der Fachbegriff für Ohrenschmalz – mehr oder weniger sicher entfernen kann.

Zur Auswahl stehen dabei die Ohrenspülung, der Ohrenreiniger, die Ohrentropfen, das Ohrenspray, die Ohrenkerzen und verschiedene Hausmittel. Die Hausmittel und die Ohrenkerzen kann man direkt von der Liste streichen, da diese normalerweise nicht zum gewünschten Ergebnis führen.

Laut einer Anleitung der Website Ohrenschmalz-Entfernen.info sollte man bei der Ohrenreinigung wie folgt vorgehen:

  • Ohrenschmalz aufweichen
    Ohrenschmalz lässt sich leichter entfernen, wenn es vorher aufgeweicht wurde. Dies erfolgt durch die Anwendung von Ohrentropfen oder Ohrenspray. Ohrenspray ist dabei die verträglichere Variante, Ohrentropfen stellen hingegen die „Holzhammer-Methode“ dar, da diese äußerst aggressiv sind und bei regelmäßiger Anwendung die Haut des Gehörganges angreifen können.
  • Entfernung per Ohrenspülung
    Die Entfernung selbst erfolgt idealerweise mithilfe einer Ohrenspülung oder eines Ohrenreinigers. Die Ohrenspülung ist dabei die sicherste und gründlichste Methode, die auch vom HNO-Arzt normalerweise eingesetzt wird. Das aufgeweichte Ohrenschmalz wird dabei ganz einfach mithilfe von Druck aus dem Gehörgang hinausgespült.
  • Entfernung per Ohrenreiniger
    Der Ohrenreiniger ist hingegen ein Instrument aus Edelstahl, der normalerweise am vorderen Ende mit einer Schlaufe ausgestattet ist. Auf diese Weise lässt sich das Ohrenschmalz – natürlich äußerst vorsichtig – aus dem Gehörgang herausziehen. Ohrenreiniger werden auch von HNO-Ärzten eingesetzt, wenn sich der Ohrenschmalzpfropfen nicht mithilfe der Ohrenspülung entfernen lässt.

Vorsicht beim Selbermachen!

Bei der Entfernung von Ohrenschmalz ist – ganz gleich welche Methode man verwendet – Vorsicht geboten. Es kann immer zu Verletzungen kommen. Außerdem sollte man darauf achten, dass man das Ohrenschmalz nicht noch tiefer in den Gehörgang hineinschiebt – das ist beispielsweise bei der Verwendung von Wattestäbchen sehr häufig der Fall.

Von Wattestäbchen möchten wir an dieser Stelle übrigens explizit abraten. Nicht ohne Grund nennt man die kleinen Helfer Wattestäbchen und nicht Ohrenstäbchen.

Wenn man sich nicht zu 100 Prozent sicher ist, dass einem die Entfernung des Cerums gelingt, sollte man stattdessen die professionelle Ohrenreinigung beim HNO-Arzt wählen.

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