16. Dezember 2015 | Ernährung, Lifestyle, Neuigkeiten

Studie: Gesundes Frühstück führt zu besseren Schulnoten

Eine Studie aus Wales hat bewiesen, dass sich das Frühstück auf die schulische Leistung auswirkt. (Bildquelle: © BillionPhotos.com – Fotolia.com)

Wie heißt es immer so schön? Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Beim Frühstück versorgt man Körper und Geist mit Energie und wichtigen Nährstoffen, die dafür sorgen, dass man den gesamten Tag über eine gute Leistung erzielen kann.

Eine aktuelle Studie aus Großbritannien bestätigt diese Aussage nun. Forscher haben gezeigt, dass es einen realen Zusammenhang zwischen der Qualität des Frühstücks und der schulischen Leistung bei Kindern gibt.

Mehr Informationen über die Studie und darüber, wieso Ihr jeden Tag ein gesundes Frühstück zu Euch nehmen solltest, erfahrt Ihr im folgenden Artikel.

Mehr Infos über die Studie

Die vorliegende Studie wurde an der Cardiff University in Wales von den Forschern Littlecott et al. durchgeführt und im Jahre 2015 im renommierten Fachjournal Public Health Nutrition veröffentlicht.

Bisher war man sich immer bewusst, dass es einen Zusammenhang zwischen der Qualität des Frühstücks und der Gesundheit und der kognitiven Fähigkeiten von Schulkindern gibt. Eine Studie, die diesen Zusammenhang tatsächlich anhand der schulischen Leistung belegt, gab es bisher allerdings noch nicht.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

An der Studie haben insgesamt 6148 Kinder im Alter von neun bis elf Jahren teilgenommen, die an 111 verschiedenen Schulen in Wales unterrichtet wurden.

Der schulische Erfolg wurde sechs bis 18 Monate nach Beginn der Studie anhand einer Lernstandserhebung (Statutory Assessment TestsKey Stage 2) bewertet.

Ihre Ernährungsgewohnheiten mussten die Schüler selbst anhand eines Fragebogens festhalten. Hierbei mussten sie in chronologischer Reihenfolge angeben, welche Lebensmittel sie am Vortag konsumiert haben und was sie am Tag der Beantwortung des Fragebogens gefrühstückt haben.

Diese Fragebögen wurden später aufgeschlüsselt:

  • Wurde überhaupt gefrühstückt?
  • Anzahl der gesunden Lebensmittel als Frühstück (Brot, Früchte, Müsli, Milchprodukte etc.)
  • Anzahl der ungesunden Lebensmittel als Frühstück (Chips, Süßigkeiten etc.)
  • Obst und Gemüse, die den Rest des Tages gegessen wurden
  • Ungesunde Lebensmittel, die den Rest des Tages gegessen wurden

Die Ergebnisse der Lernstandserhebung und der Ernährung wurden später miteinander verglichen und statistisch ausgewertet.

Frühstück ist gut – ein gesundes Frühstück ist besser

Die Studie hat gezeigt, dass Schüler, wenn sie überhaupt ein Frühstück zu sich genommen haben, eine doppelt so hohe Chance hatten, überdurchschnittliche Ergebnisse beim abschließenden Test zu erzielen.

Wer noch dazu ein qualitativ hochwertiges Frühstück zu sich genommen hat, dessen Chancen auf bessere Ergebnisse waren noch höher. Als gesund galten hierbei laut Studie Müsli, Brot, Milchprodukte und Früchte.

Wer zum Frühstück allerdings nur ungesunde Lebensmittel zu sich genommen hat, der erzielte im Durchschnitt keine besseren Ergebnisse. Als ungesunde Lebensmittel wurden in diesem Fall Süßigkeiten und Chips angeführt.

Einfluss der Studie auf die Schulpolitik

Studienleiterin Littlecott ist sich sicher, dass diese Studie Konsequenzen für die Schulpolitik in Großbritannien haben werde. Schüler müssten demnach ermutigt werden, morgens ein gesundes Frühstück zu sich zu nehmen.

Für Deutschland – und vermutlich alle anderen Länder auch – könnte die Studie ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Denn auch hierzulande verlassen viele Schüler und Schülerinnen das Haus mit leerem Magen.

Fazit: Gesundes Frühstück führt zu besseren Noten

Die Studie beweist einen Zusammenhang, der eigentlich sonnenklar und logisch ist, jedoch nie zuvor mit Hilfe einer wissenschaftlichen Studie bewiesen wurde.

Politiker und Direktoren könnten sie beispielsweise als Argument dafür nutzen, mehr Geld in die Versorgung von Schulen zu stecken. Auf diese Weise könnte man Schülern auf der einen Seite ein gesünderes Leben ermöglichen, und auf der anderen Seite ihren schulischen Erfolg fördern.

Quellenangabe

Littlecott et al. (2015). Association between breakfast consumption and educational outcomes in 9–11-year-old children. Public Health Nutrition 28: 1-8. doi:10.1017/S1368980015002669

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