22. Januar 2016 | Gesundheit, Lifestyle

Alltag im Büro: Wie sieht ein gesunder Arbeitsplatz aus?

Wie sieht ein ergonomischer Arbeitsplatz aus, an dem man ohne Haltungsschäden arbeiten kann? (Bildquelle: © Lukas Gojda – Fotolia.com)

Menschen, die ihren Lebensunterhalt am Rechner verdienen, kennen die Probleme: Verspannungen, Nacken- und Rückenschmerzen, ein Mausarm und überanstrengte Augen sind häufig auftretende Probleme bei der Arbeit am Computer.

Wenn man nichts dagegen unternimmt, zerstört man sich auf Dauer selbst und kommt gar nicht mehr in einen effizienten Arbeitsfluss hinein. Motivation und Elan für die Arbeit verschwinden vollständig.

Mit den richtigen Einstellungen und der richtigen Hardware lassen sich solche gesundheitlichen Probleme allerdings mit Leichtigkeit umgehen. Wir zeigen Euch, worauf Ihr beim Arbeiten am PC achten müsst.

1. Die richtige Haltung

Man sollte darauf achten, dass man weder zu weit nach vorne noch nach hinten gebeugt ist. Stattdessen sollte man sich mit den Hüften möglichst weit hinten auf dem Bürostuhl befinden. Die Füße sollten sich flach auf dem Boden befinden. Hüften und Knie sollten sich entweder auf einer Linie befinden, oder aber die Knie befinden sich in einer leicht niedrigeren Position.

Der Oberkörper muss nicht kerzengerade sein, sondern kann leicht nach hinten gelehnt werden. Es empfiehlt sich ein 100° Winkel zum Bürostuhl. Der obere Teil des Rückens sollte auf der Rückenlehne des Stuhls aufliegen. Die Armlehnen sollten so eingestellt werden, dass die Schultern möglichst entspannt sind.

2. Die richtige Position des Monitors

Der Abstand zum Monitor hängt zwar von dessen Größe ab, Experten empfehlen allerdings grundsätzlich einen Abstand von 50 bis 70 Zentimetern. Des Weiteren sollte sich der Monitor im rechten Winkel zu den Fenstern des Arbeitsraums befinden, sodass man während der Arbeit nicht von der Sonne geblendet wird bzw. keine Reflexionen auf dem Monitor sichtbar sind.

Die meisten Monitore verfügen über einige Einstellungsmöglichkeiten, wie beispielsweise einen verstellbaren Neigungswinkel oder eine verstellbare Höhe. Der Nacken sollte beim Arbeiten am PC stets entspannt sein. Bewährt hat sich eine Position, in der sich der oberste Rand des Monitors circa fünf Zentimeter über der Augenhöhe befindet. Verhindert werden sollte eine solche Position, bei der der Benutzer ständig nach oben bzw. nach unten schauen muss. Wer so arbeitet, darf sich nicht über einen steifen Nacken wundern.

Wenn die Schrift auf dem Monitor zu klein oder zu groß dargestellt wird, kann man diese normalerweise in den wichtigsten Programmen anpassen. Der jeweilige Befehl dafür hängt vom jeweiligen Programm und vom verwendeten Betriebssystem ab.

3. Der richtige Tisch

Tische sind normalerweise recht unproblematisch, wobei sie eine Höhe von mindestens 68 bis 76 Zentimetern aufweisen sollten. Im Idealfall ist der Tisch höhenverstellbar, sodass man ihn an die persönlichen Bedürfnisse anpassen kann.

Des Weiteren sollte der optimale Tisch über eine gewisse Tiefe verfügen, sodass man den Monitor weit genug von sich entfernt positionieren kann. 80 Zentimeter Tiefe gelten als ideal.

4. Ergonomische Tastatur und Maus

Die einzelnen Tasten der Tastatur sollten leicht nach innen gewölbt sein, sodass das Tippen leichter fällt und auf Dauer weniger Umstände verursacht. Überhaupt ist es empfehlenswert, sich eine ergonomische Tastatur zuzulegen, die an die Bedürfnisse von Langzeitnutzern angepasst ist. Die Tastatur sollte so auf dem Tisch liegen, dass die Schultern beim Arbeiten möglichst entspannt sind. In vielen Fällen kann der Neigungswinkel der Tastatur an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden.

Einige Benutzer schwören außerdem auf Tastaturen, die in zwei einzelne Tastaturfelder aufgeteilt sind. Wir konnten uns mit solchen Tastaturen allerdings nie wirklich anfreunden. Vermutlich ist es einfach Übungssache – wir haben es zudem nie probiert. ;)

Des Weiteren empfehlen sich Handballenauflagen, da die Hände und die Handknöchel ansonsten auf Dauer in Mitleidenschaft gezogen werden und sich eine dicke Hornhaut an der Auflagestelle bildet.

Bei der Maus sollte man darauf achten, dass diese die gesamte Handfläche ausfüllt. Ist sie zu klein, verkrampft die Hand auf Dauer. Man sollte sich außerdem nicht verrenken müssen, um bestimmte Tasten zu erreichen. Auch hier empfiehlt sich eine Handballenauflage und ein angenehmes Mousepad.

5. Problemfall: Notebook

Notebooks sind für lange Arbeitstage unpraktisch, da Touchpad, Tastatur und Monitor fest miteinander verbunden sind und dem Benutzer so gut wie keine Einstellungsmöglichkeiten bieten. Man kann das Notebook höchstens auf einen speziellen Laptopständer positionieren und eine externe Tastatur und Maus verwenden.

Alternativ kann man an die meisten Notebooks sogar einen externen Bildschirm anschließen. Das Notebook fungiert in diesem Fall nur noch als Rechner.

6. So oft es geht den Arbeitsplatz verlassen

Wenn man sich acht Stunden am Tag im Büro aufhält, muss das nicht heißen, dass man sich morgens hinsetzt und erst abends wieder aufsteht. Man sollte mindestens einmal in der Stunde eine Pause machen und etwas anderes erledigen. Dabei sollte man sich kurzzeitig vom Arbeitsplatz entfernen. Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang übrigens unser Artikel über mehr Bewegung im Alltag.

Wenn man gerade keinen Grund hat aufzustehen, dann reicht es, wenn man eine Minute herumläuft und dadurch aufgebaute Muskelspannungen löst. Besonders bewährt haben sich dabei kreisende Handbewegungen.

Wir halten es auch so, dass wir uns mindestens einmal in der Stunde von unserem Arbeitsplatz erheben. Beschäftigungen finden wir dabei immer – neuen Kaffee oder Tee holen ist allerdings unser Favorit.

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