Kategorie: Biologie & Genetik

Hier findet Ihr Artikel, die sich auf die klassische Biologie abseits der Genetik beziehen – inklusive Definitionen, Erklärungen und Beispiele.

Allensche Regel: Definition & Beispiele

Allensche Regel: Definition, Beispiele & Erklärung in einfachen Worten

Der Wüstenfuchs (Vulpes zerda) ist ein großartiges Beispiel für die Allensche Regel (Bildquelle: © Vladimir Wrangel – Fotolia.com).

Die Allensche Regel besagt, dass nahe verwandte, gleichwarme Arten (also Säugetiere und Vögel) in wärmeren Regionen über längere Körperfortsätze in Relation zu ihrer gesamten Körpergröße verfügen. Verlängerte Körperanhänge stellen dabei ein wichtiges Werkzeug zur Wärmeregulation dar.

Die Allensche Regel gehört zu den sogenannten ökogeographischen Regeln. Innerhalb dieses Regelwerks stellt die Allensche Regel die zweite Klimaregel nach der Bergmannschen Regel dar.Gesamten Artikel lesen…

Gendefekt: Darum sehen so viele Katzen aus wie Hitler

Gendefekt: Darum sehen so viele Katzen aus wie Hitler

Diese Katze hat bei ihrer Fellzeichnung Glück gehabt. (Bildquelle: © ksena32 – Fotolia.com)

In den sozialen Netzwerken und auf Fun-Websites sieht man immer wieder Katzen, die aussehen wie Hitler. Der Grund: Ihr Fell ist schwarz-weiß gescheckt, wobei die schwarzen Stellen am Kopf häufig so aussehen, als hätten die Tiere ein Hitlerbärtchen und einen Seitenscheitel.

Hierbei stellt sich natürlich die Frage, weshalb so viele Katzen eine solche Fellzeichnung aufweisen. Forscher der Universitäten von Edinburgh und Bath sind dieser Frage nachgegangen und haben dabei die bisher gängige Theorie zu diesem Thema über den Haufen geworfen.

Warum vermeintlich viele Katzen – sogenannte Kitler – mit einer solchen politisch-inkorrekten Fellzeichnung ausgestattet sind, erfahrt Ihr im folgenden Artikel.Gesamten Artikel lesen…

Testosteronmangel: Auslöser der kulturellen Entwicklung?

Testosteronmangel: Auslöser der kulturellen Entwicklung?

Hat ein sinkender Testosteronspiegel zur kulturellen Entwicklung des Menschen geführt? (Bildquelle: © andrejabali – Fotolia.com)

Der moderne Mensch in Form des Homo sapiens existiert seit ungefähr 200.000 Jahren – so ist zumindest der aktuelle Stand der Dinge. Es ist allerdings erst ungefähr 50.000 Jahre her, seit sich der Mensch in großen Schritten kulturell weiterentwickelt. Fortschrittliche Werkzeuge, die gesprochene Sprache, Kunst, Ackerbau und Viehhaltung sind nur ein paar Auswüchse dieser Entwicklung.

Nun stellt sich allerdings die Frage, wieso der Mensch circa 150.000 Jahre nur gelebt hat, um zu überleben. Wieso ist erst ab einem bestimmten Zeitpunkt die Kultur entstanden?

Im August 2014 ist dazu eine interessante Studie in der renommierten Fachzeitschrift Current Anthropology veröffentlicht worden: Demnach habe ein sinkender Testosteronspiegel dazu geführt, dass der moderne Mensch eine richtige Kultur entwickelt hat. Der sinkende Testosteronspiegel wurde dabei anhand von feineren Gesichtszügen aus fossilen Funden dieser Zeit erklärt.Gesamten Artikel lesen…

Bergmannsche Regel – Definition und Beispiele

Bergmannsche Regel - Definition und Beispiele

Die Bergmannsche Regel besagt, dass nahe verwandte Arten in kälteren Regionen durchschnittlich größer werden. (Bildquelle: © Nadalina – Fotolia.com)

Die Bergmannsche Regel beschreibt die Beobachtung, dass gleichwarme Individuen derselben Art, aber auch Individuen naher verwandter Arten, in kälteren Regionen eine höhere Körpergröße aufweisen.

Sprich: Am Äquator ist die durchschnittliche Körpergröße am geringsten, wohingegen sie in Richtung der beiden Pole tendenziell zunimmt.

Diese Beobachtung ist so zu erklären, dass der relative Wärmeaustausch mit der Umwelt geringer ausfällt, je größer ein Individuum ist. Dieser Umstand kann darauf zurückgeführt werden, dass das Volumen eines Körpers bei steigender Körpergröße schneller wächst als die Oberfläche.

Grundsätzlich handelt es sich bei der Bergmannschen Regel also um eine Art Energiesparmaßnahme. Je größer ein Individuum ist, desto weniger Energie verbraucht es in der Kälte und desto höher sind gleichzeitig seine Überlebenschancen.
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Frage der Ethik: Darf man menschliches Erbgut verändern?

Frage der Ethik: Darf man menschliches Erbgut verändern?

Genetische Modifikation von menschlichem Erbgut bietet viele Chancen, ist moralisch aber höchst fragwürdig. (Bildquelle: © Adrian Hillman – Fotolia.com)

Der strukturelle Aufbau der DNA wurde erstmalig im Jahre 1953 vom US-amerikanischen Molekularbiologen James Watson und dem britischen Biochemiker Francis Crick beschrieben. Seitdem steht die Welt der Genetik nicht mehr still – die Methoden werden stetig weiterentwickelt und es bieten sich immer weitere Möglichkeiten.

Heutzutage kann man dank DNA-Sequenzierung Gensequenzen und sogar ganze Genome mit relativ wenig Aufwand entschlüsseln. Auf diese Weise kann man Ursachen von Krankheiten, Allergien und erblich bedingte Tendenzen zu Suchtmitteln wie beispielsweise Alkohol enttarnen – und das ist nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten.

Die Möglichkeiten sind in der Theorie zwar unbegrenzt – in der Praxis ist die Modifikation des menschlichen Erbguts allerdings sehr umstritten. Es stellt sich die Frage, ob man den Bauplan eines Menschen einfach so manipulieren darf.

Aktuell findet vom 01. bis zum 03. Dezember in Washington D.C. eine internationale Konferenz (International Summit on Human Gene Editing) statt, auf der der aktuelle Stand der Gentechnik diskutiert wird. Außerdem möchte man sich darauf einigen, wie weit man in diesem speziellen Bereich der Biologie zukünftig gehen darf.Gesamten Artikel lesen…

Sanger-Sequenzierung – Aufbau & Prinzip einfach erklärt

Sanger-Sequenzierung - Aufbau & Prinzip einfach erklärt

Die Sanger-Sequenzierung ist eine veraltete, aber dennoch gut verständlich erklärbare Form der DNA-Sequenzierung. (Bildquelle: © alluranet – Fotolia.com)

Die Sanger-Sequenzierung gilt als eine der klassischen Methoden der DNA-Sequenzierung und ermöglicht die Bestimmung der Basenabfolge innerhalb eines bestimmten DNA-Moleküls. Auf diese Weise lassen sich kurze DNA-Stränge, aber auch ganze Genome entschlüsseln.

Die DNA-Sequenzierung nach Sanger wurde im Jahre 1977 zum ersten Mal anhand eines komplett entschlüsselten Genoms eines Bakteriophagen der Weltöffentlichkeit vorgestellt – drei Jahre später erhielten Sanger und seine beiden Kollegen dafür den Nobelpreis für Chemie.

Die Sanger-Sequenzierung hat sich damals durchgesetzt, da sie leichter automatisierbar, schneller und ungefährlicher war. Die Methode nach Maxam und Gilbert, die ungefähr zeitgleich entwickelt wurde, ist danach in der Versenkung verschwunden und wird heutzutage nicht mehr durchgeführt.Gesamten Artikel lesen…

Verfügen eineiige Zwillinge über die gleiche DNA?

Eineiige Zwillinge: Verfügen Zwillinge über die gleiche DNA?

Eineiige Zwillinge sehen komplett identisch aus. Doch haben sie auch die gleiche DNA? (BIldquelle: © Mr Korn Flakes – Fotolia.com)

In den letzten Jahren hat man es als gegeben akzeptiert, dass eineiige Zwillinge die gleiche DNA aufweisen. Im Großen und Ganzen stimmt das auch, da sich die befruchtete Eizelle im frühen Stadium der Entwicklung in zwei Embryonalanlagen aufteilt. So entstehen zwei Keime, aus denen zwei Menschen mit demselben Erbgut heranreifen. Rund neun Monate später werden diese beiden Menschen geboren und gleichen sich wie ein Ei dem anderen.

Schaut man allerdings genauer hin, dann erkennt man, dass das Erbgut eineiiger Zwillinge in Wirklichkeit nicht zu 100 Prozent identisch ist. Was das für die eineiigen Zwillinge bedeutet, wieso sich dadurch verzwickte Kriminalfälle lösen lassen und auch Vaterschaftstest kein Problem mehr darstellen, erfahren Sie im folgenden Artikel. Gesamten Artikel lesen…

DNA-Sequenzierung: Funktionsweise & Ziel der Methode

DNA-Sequenzierung: Funktionsweise, Ablauf & Ziel des Verfahrens

Die DNA-Sequenzierung ist ein wichtiges wissenschaftliches Verfahren der heutigen Zeit (Bildquelle: © DigitalGenetics – Fotolia.com).

Der Begriff DNA-Sequenzierung klingt im ersten Moment erst einmal unglaublich kompliziert. Im Grunde genommen handelt es sich hierbei allerdings um nichts anderes, als um die Entschlüsselung von Erbinformationen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Erbgut eines Menschen, eines Tieres oder einer Pflanze entschlüsselt werden soll.

Bei einer DNA-Sequenzierung wird die Abfolge der Nukleotide auf einem bestimmten DNA-Abschnitt bestimmt. Nukleotide sind dabei einzelne Bausteine, die zusammengesetzt den DNA-Strang ergeben. Die Wissenschaft ist heutzutage dazu in der Lage, sowohl kleine DNA-Abschnitte, als auch komplette Genome zu entschlüsseln. Die Entschlüsselung eines gesamten Genoms kostet allerdings viel Zeit und viel Geld.

In diesem Artikel möchte ich grundsätzlich drei Fragen beantworten: Wie funktioniert eine DNA-Sequenzierung überhaupt? Welchen Mehrwert bieten entschlüsselte Erbinformationen? Bringen diese Informationen nur großen Institutionen etwas, oder haben sie auch Vorteile für Privatpersonen?

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Worin besteht der Unterschied zwischen DNA und DNS?

Einfach erklärt: Worin besteht der Unterschied zwischen DNA und DNS?

Was ist der Unterschied zwischen DNA und DNS? (Bildquelle: © vege – Fotolia.com)

Wenn es um das Thema Genetik geht, wird eine Frage vom Laien immer wieder gestellt: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen DNA und DNS? Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Person noch nie mit dem Thema Genetik auseinandergesetzt hat, oder ob es sich um einen Studenten der Biologie im ersten Semester handelt.

Die Antwort auf diese Frage ist mehr als simpel: Es gibt keinen Unterschied. Es handelt sich dabei lediglich um ein und denselben Begriff, nur eben in zwei verschiedenen Sprachen (Deutsch und Englisch).

Aufgrund dieser Erklärung ist es auch nicht verwunderlich, wieso sich vor allem Fans von Science-Fiction-Filmen die Frage nach dem Unterschied zwischen DNA und DNS stellen. Oft haben die Regisseure oder Drehbuchschreiber nämlich selbst keine Ahnung und verwenden die beiden Wörter wie es ihnen gerade in den Sinn kommt.

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