Alkoholkonsum in England: Maximal 6 Bier pro Woche

Die britische Gesundheitsbehörde hat ihre Richtlinien in Bezug auf Alkohol aktualisiert. (Bildquelle: © yurakp – Fotolia.com)

England und Alkohol: Die meisten Menschen assoziieren diese beiden Begriffe mit Pubs, in denen literweise abgestandenes Bier serviert wird.

Die Art und Weise des Biertrinkens unterscheidet sich zwar von der unseren, jedoch gelten sowohl die Briten, als auch die Deutschen weltweit als gute Trinker.

Die britische Gesundheitsbehörde ist sich dieser Tatsache bewusst, weshalb sie am 08. Januar 2016 – nach über 20 Jahren – nun die Richtlinien in Bezug auf Alkoholkonsum und Gesundheit aktualisiert hat. Die letzte Änderung wurde im Jahre 1995 durchgeführt.

Betroffen sind von diesen Richtlinien vor allem Männer und schwangere Frauen. Grundsätzlich wird empfohlen, deutlicher weniger Alkohol zu trinken.

Wie sehen die Richtlinien genau aus?

Die Richtlinien haben als Maßeinheit die sogenannte Alkoholeinheit. Bei einer Alkoholeinheit handelt es sich um zehn Milliliter reinen Alkohol. Das entspricht in etwa einem halben Liter Bier bzw. einem kleinen Glas Wein.

Männer sollen neuerdings maximal 14 Alkoholeinheiten pro Woche zu sich nehmen, was in etwa sechs Bieren entspricht. Vorher wurden maximal 21 Alkoholeinheiten pro Woche empfohlen.

Bei nicht-schwangeren Frauen wurden früher maximal 14 Alkoholeinheiten in der Woche empfohlen – daran hat sich auch heute nichts geändert.

Eine Änderung in Bezug auf Frauen gab es allerdings doch: Für schwangere Frauen lag die Obergrenze früher bei ein bis zweimal ein bis zwei Alkoholeinheiten pro Woche. Diese Richtlinie wurde dahingehend angepasst, dass Frauen nun gar keinen Alkohol mehr während der Schwangerschaft zu sich nehmen sollen.

Gründe für die Änderungen

Der Hauptgrund für die Anpassung der Richtlinien war laut britischer Gesundheitsbehörde das erhöhte Krebsrisiko, das vom Alkoholkonsum ausgeht.

Wären wir an der Stelle der Gesundheitsbehörde gewesen, hätten wir außerdem noch auf verheerende Organschäden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöhtes Risiko für Übergewicht und psychische Störungen hingewiesen. Alkohol ist schließlich ein Zellgift, das an jeder Stelle des Körpers potentiell Schaden anrichten kann.

Im Endeffekt sind Richtlinien Schall und Rauch

Richtlinien sind keine Gesetze, sondern lediglich Empfehlungen. Wir glauben deshalb nicht, dass sich ein gestandener Biertrinker an solche Obergrenzen hält – vorher war dies schließlich auch nicht der Fall.

Wir finden die Änderungen dennoch sinnvoll, da Schwangeren gezeigt wird, dass Alkohol nicht gut für sie und das ungeborene Kind ist. Vorher haben die Richtlinien nämlich vermittelt, dass Alkohol während der Schwangerschaft prinzipiell kein Problem darstellt.

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